Bestehe als tapferer Ritter, elfische Waldläuferin oder gelehrter Magier Heldentaten und entdecke mit deinen Gefährten das von vielen Kriegen geschwächte Mittelreich, die exotischen Länder der Tulamiden, die dampfenden Dschungel des Südens oder die finsteren Schattenlande. Gemeinsam könnt ihr unschuldige Opfer aus den Händen namenloser Kultisten befreien, Intrigen am Hof der Kaiserin erleben oder bedrohten Städten gegen Heerscharen von Orks beistehen. Was immer ihr für Abenteuer erleben wollt: In Aventurien gibt es für mutige Helden mehr als genug zu tun!
DSA ist ein deutsches Pen-&-Paper-Rollenspiel, das von Ulrich Kiesow 1984 für Schmidt Spiele in Kooperation mit Droemer Knaur herausgegeben wurde. Es basiert auf der Fantasy-Spielwelt Aventurien, die von Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs und Ulrich Kiesow entworfen wurde.
Die Spielercharaktere werden zufallsunabhängig nach einem Punktesystem generiert, wobei es Spielrassen, Kulturen, Berufe und Vor- und Nachteile gibt. Starre Charakterklassen existieren nicht mehr. Verfeinert wird die Spielmechanik durch Talente, die der Spielfigur eine besondere Ausrichtung geben. Das Kampfsystem baut auf Attacken und Paraden auf. Ergänzt wird dies durch Kampfmanöver, welche den Schaden zu verstärken oder die Abwehr des Gegners zu schwächen. Noch komplexere Manöver machen Kämpfe interessanter und spannender.Das Magiesystem basiert auf einzeln festgelegten Sprüchen, die wie Talente gehandhabt werden. Über die Astralenergie werden die Fähigkeiten von Zauberern begrenzt.
Aventurien ist ein eher kleiner, zentraler Kontinent auf der fantastischen Welt Dere. Er erreicht in Nord-Süd-Richtung eine Ausdehnung von etwa 3000 Meilen, in Ost-West-Richtung von etwa 2000 Meilen. Auf einer Derekarte nimmt der Kontinent offiziell den Bereich von 10 Grad bis 45 Grad nördl. Breite ein. Seine Klimazonen reichen vom ewigen Eis im hohen Norden bis zu tropischen Wäldern in den südlichen Ländern.
Dere ist die Welt, auf der Aventurier, Myraner, Riesländer und Uthurier leben. Der Zwölfgötter-Glaube besagt, die Welt entstand, als Los die Urriesin Sumu erschlug. Sie wird daher Sumus Leib genannt, was Sphärologen manchmal als Bezeichnung der Zweiten Sphäre (von diesen auch als Dere und Feste bezeichnet) missverstehen. Im Rohalschen Sphärenmodell ist Dere die Dritte Sphäre. Der maraskanische Glaube sieht Dere als Weltendiskus. Aventurische Gelehrte sind sich – auch nach der ersten Dere-Umrundung der Harika von Bethana – weitgehend darüber einig, sei eine Kugel.


Ulrich Kiesow (*3. Juni 1949; †30. Januar 1997) ist der geistige Vater Aventuriens. Er begann seine berufliche Laufbahn als Kunsterzieher, Lektor und Übersetzer u. a. von Science Fiction Stories und US-amerikanischen Rollenspielen. 1983 war er zusammen mit Werner Fuchs und Hans Joachim Alpers Mitbegründer der Firma Fantasy Productions GbR. Im selben Jahr bekamen die drei bei Schmidt Spiele den Vertrag zur Entwicklung eines neuen Rollenspiels: Das Schwarze Auge.
Zeitlebens war Kiesow als 'DSA-Großmeister' bzw. 'Verantwortlicher Redakteur' Leiter der DSA-Redaktion. Er verfasste das erste Regelwerk, viele Abenteuer, Artikel im Aventurischen Boten, dessen langjähriger Chefredakteur er war, und Romane zur Welt Aventurien. Dabei ließ er sich u. a. von amerikanischen Autoren wie W.C.Fields und John Steinbeck und von russischen Romanciers des 19. Jahrhunderts inspirieren. Einige seiner Abenteuer und satirischen Kolumnen in der Zeitschrift 'Wunderwelten' wurden unter dem Pseudonym Andreas Blumenkamp veröffentlicht. Ulrich Kiesow beantwortete die Fragen der Fans am Regeltelefon und ernannte zu seiner Unterstützung die Regionalmeister. Er gründete auch das Briefspiel und berief die Regionalkanzler.
Zu Kiesows aventurischen Lieblingsregionen, -völkern und -personen gehörten das Bornland, die Amazonen, Nahema ai Tamerlein, Thesia von Ilmenstein oder der Streuner Uribert von Kieselburg. Er widmete sich besonders den einfachen Leuten Aventuriens, scheute aber auch nicht drastische Effekte wie die Zerstörung Ysilias oder Grangors. Stimmung und Erzählung gingen ihm vor Regeltreue.
Ulrich Kiesows letzter Auftritt in der DSA-Öffentlichkeit war auf dem Allaventurischen Konvent 1996 (Katlenburg), als er aus seinem Roman "Wenn das Rad zerbricht" las, der nach seinem überraschenden Tod unter dem Titel "Das zerbrochene Rad" erschien.
Werner Fuchs (*17. August 1949) war 1983 zusammen mit seinem Schwager Ulrich Kiesow und Hans Joachim Alpers Mitbegründer der Firma Fantasy Productions.
Fuchs ist Verleger, Autor, Herausgeber und Rollenspiel-Pionier. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Bochum sowie Anglistik und Germanistik in Düsseldorf.
Seit 1971 arbeitet Fuchs im Bereich Science-Fiction und Fantasy. Er war von 1972 bis 1974 Mitherausgeber der SF-Reihe Fischer Orbit und von 1980 bis 1987 Herausgeber von Knaur Science Fiction. Dazwischen arbeitete er als Redakteur des SF-Magazins Comet und Herausgeber verschiedener SF-Anthologien, war Buchhändler, Literaturagent (u. a. für George R. R. Martin und Sam Feuerbach) und Übersetzer.
1977 gründete er gemeinsam mit dem Tageszeitungsredakteur Bernd Holzrichter in Düsseldorf den Fantastic Shop, das erste Geschäft für Abenteuerspiele in Deutschland. 1983 gründete er mit Ulrich Kiesow und Hans Joachim Alpers den Verlag Fantasy Productions. Diese Firma brachte mit Schwerter und Dämonen eines der ersten deutschsprachigen Pen-&-Paper-Rollenspiele heraus und entwickelte Das Schwarze Auge.
Fuchs war auch verantwortlich für das erste deutsche Sammelkartenspiel Dark Force, das 1994 bei Schmidt Spiele veröffentlicht wurde.
Außerdem ist Fuchs als Lexikograf und Herausgeber von Anthologien im Bereich der Science-Fiction und Phantastik tätig, wobei er häufig mit Hans Joachim Alpers zusammenarbeitete. Für das Lexikon der Science Fiction Literatur erhielt er zusammen mit Hans Joachim Alpers, Ronald M. Hahn und Wolfgang Jeschke 1981 den Kurd-Laßwitz-Preis. Viele seiner sekundärliterarischen Arbeiten zur Phantastik erschienen in dem Jahrbuch Das Science Fiction Jahr.
Hans Joachim Alpers (*14. Juli 1943; †16. Februar 2011) arbeitete bei Droemer Knaur und 1983 gründete er gemeinsam mit Werner Fuchs und Ulrich Kiesow den Verlag Fantasy Productions (FanPro) und bearbeitete mit diesen auch die Erstausgabe des Rollenspiels Das Schwarze Auge für Schmidt Spiele sowie die deutsche Übersetzung des amerikanischen Systems Dungeons & Dragons für Tactical Studies Rules (TSR).
Für Das Schwarze Auge schrieb Alpers verschiedene Romane, zuletzt diverse Teile zur Rhiana-Reihe. Außerdem publizierte er einige DSA-Abenteuer unter dem Pseudonym Claus Lenthe.
1969 bis 1972 zeichnete er für die Auswahl und Redaktion der in der populärwissenschaftlichen Zeitschrift X Magazin erscheinenden Science-fiction-Erzählungen verantwortlich, 1970 bis 1994 fungierte er als Verleger des Quarber Merkur. Ab 1978 war er Lektor und Herausgeber von Science-Fiction-Anthologien in diversen Verlagen (darunter Droemer Knaur und Moewig). Daneben war er Chefredakteur und Herausgeber der „Science Fiction Times“, Redakteur bei „Comet“ (1977/1978 zusammen mit Ronald M. Hahn und Werner Fuchs), Redakteur für Buchbesprechungen des Spielemagazins „Wunderwelten“ (seit 1989), Redakteur und Mitherausgeber des SF-Magazins „Parsek“ (1990, zusammen mit Gerd Maximovic), Herausgeber und Übersetzer (aus dem Englischen) verschiedener Anthologien und Literaturagent.
Unter Pseudonym schrieb er zahlreiche Erzählungen, Hörspiele, Sachbücher und Kurzgeschichten. Für seine schriftstellerische und verlegerische Arbeit erhielt er mehrmals den Kurd-Laßwitz-Preis. 2005 wurde er zusammen mit Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg Martin Munsonius und Hermann Urbanek für die Herausgabe des Lexikon der Fantasy-Literatur vom Ersten Deutschen Fantasy Club (edfc) mit dem Deutschen Fantasy Preis geehrt, welcher von der Stadt Passau alle vier Jahre dotiert und im Rahmen des „Kongresses der Phantasie“ vergeben wird. Posthum wurde Alpers 2012 mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis für langjährige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Um die Verwaltung der Abenteuer und Helden zu strukturieren, wir ein Rollensystem genutzt. Hier ist die Übersicht, was die einzelnen Rollen ermöglichen.
Access to Member Area Dies ist die Basis-Rolle. Sie gewährt dir den Zugriff auf den geschützten Mitgliederbereich der Homepage. Ohne diese Rolle sind die internen Inhalte nicht sichtbar.
Hero Overseer (Helden-Verwalter) Nutzer mit dieser Rolle sind berechtigt, neue Helden im System zu erschaffen und zu verwalten. Dies ist die Standardrolle für aktive Spieler.
Game Master (Spielleiter) Diese Rolle ist für die Meister gedacht. Sie schaltet die Meister-Tools frei und ermöglicht es, ein Banner, neue Kampagnen, sowie einzelne Abenteuer anzulegen.
Group Master (Gruppen-Verwalter) Dies ist die organisatorische Administrator-Rolle. Ein Group Master kann die strukturellen Einheiten der Community verwalten, er erstellt Konvente.
Um die Organisation der Spielrunden in Aventurien übersichtlich zu gestalten, wird folgende Hierarchie verwendet:
Der Konvent (Spielgruppe) Dies bezeichnet die Gemeinschaft der Spieler am Tisch (oder vor den Bildschirmen). Ein Konvent besteht meist aus 4 bis 8 Personen, die sich regelmäßig zusammenfinden, um gemeinsam in die Welt des Schwarzen Auges einzutauchen.
Das Banner (Heldengruppe) Die Schicksalsgemeinschaft innerhalb der Spielwelt. Ein Banner ist die feste Gruppe von Helden (Charakteren), die Seite an Seite durch Dere zieht, Gefahren trotzt und gemeinsam über sich hinauswächst.
Die Kampagne Ein epischer Zyklus, der aus mehreren zusammenhängenden Abenteuern besteht. Eine Kampagne erzählt eine große, fortlaufende Geschichte mit einem gemeinsamen Hintergrund, die meist mit einem festen Banner bestritten wird.
Das Abenteuer Die kleinste erzählerische Einheit, eine einzelne, in sich geschlossene Geschichte. Ein Abenteuer stellt das Banner vor eine konkrete Herausforderung, die es zu meistern gilt, bevor die Chronik der Helden weitergeht.